Schulaversives Verhalten §

Begriffsbestimmung §

Beschreibt Verhaltensmuster, 

  • die die Abneigung oder Abweichung gegen Elemente des Systems Schule ausdrücken (z.B. gegen Mitschüler, Lehrer, Schulgebäude),  
  • weicht negativ von gesellschaftlichen und schulischen Erwartungsnormen ab 
  • ist als subjektiv problemlösendes Verhalten zu verstehen 
  • kann weitere Bildungchancen und die gesellschaftliche Partizipation des Schülers gefährden 
  • ist multifaktorell bedingt Verhaltensweisen können sich zu einer Musterbildung herausformen. 

Kategorisierung nach Schulz/Wittrock §

Schulabsentismus §

  • Schulschwänzen, z.B. Vorziehen außerschulischer Aktivitäten 
  • Angstinduziertes Fernbleiben (schulinduzierte Angst oder elterninduzierte Angst) 
  • Zurückhalten, z.B. Verlängern der Ferien 
  • Fernhalten, z.B. durch Druckkomponente der Eltern bei häuslicher Gewalt 

Unterrichtsabsentismus §

  • Schülerinduzierte partielle Abwesenheit, z.B. zu-spät-kommen, Toilettengänge 
  • Lehrerinduzierte partielle Abwesenheit, z.B. Suspendierung 
  • Meidung von Unterricht oder bestimmten Fächern 
  • Innerer Rückzug 
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